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SKFM Aktuell
Gottesdienst in der Karwoche: Ein Licht der Hoffnung für Sexarbeiter*innen in der Prostitution
Heute Morgen fand im Saal des SKFM Düsseldorf e.V. ein besonderer Gottesdienst unter dem Thema „Zwischen Jubel und Trauer. Eine Messe in der Karwoche“ statt. Pater Wolfgang (Seelsorge für Mitarbeiter*innen im SKFM) führte die zahlreich erschienenen Mitarbeitenden des SKFM durch diesen stimmungsvollen Gottesdienst.
Ein besonders bewegender Moment war die Segnung der Osterkerzen, die auch in diesem Jahr wieder für Sexarbeiter*innen in der Prostitution geweiht wurden. Diese Aktion ist in den vergangenen Jahren auf viel positive Resonanz gestoßen und wurde daher auch in diesem Jahr fortgeführt.
Ein herzlicher Dank gilt Frau Plenkers-Schneider vom katholischen Gemeindeverband, die gemeinsam mit ihrer Referentin Frau Euteneuer vor Ort war und uns auch in diesem Jahr 250 Kerzen zur Verfügung gestellt hat.
Die Kolleginnen der Beratungsstelle RAHAB haben sich bewusst dafür entschieden, gerade in dieser besonderen Zeit ein Zeichen für interkulturellen Austausch und Akzeptanz zu setzen. Sie machen unterschiedliche Kulturen und Glaubensrichtungen sichtbar und fördern so ein respektvolles Miteinander. In diesem Engagement wird deutlich, dass Glaube mehr ist als eine Zeremonie. Er wird zu einem lebendigen Ausdruck von Verbundenheit, Mitgefühl und Hoffnung. In einer Welt, die oft von Ungleichheit und Ausgrenzung geprägt ist, setzt diese Aktion ein starkes Zeichen dafür, dass jeder Mensch gesehen und wertgeschätzt werden sollte.
Die gesegneten Osterkerzen sowie kleine Osterleckereien werden in den kommenden Tagen im Rahmen der aufsuchenden Arbeit in Bordellen, Clubs und anderen Prostitutionsstätten verteilt. Die Rückmeldungen der Sexarbeiter*innen waren in den vergangenen Jahren sehr positiv. Die Kerzen bringen nicht nur Licht, sondern auch Wärme, Trost und das Gefühl, nicht vergessen zu sein.
Denn manchmal beginnt Veränderung mit einer kleinen Flamme.
Und manchmal reicht genau das. Ein Licht, das sagt: Du bist nicht allein.


